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Standardprozeduren bei Wanderröte |
Standardprozeduren bei frischer Borrelieninfektion(Erythema migrans und Lymphozytom) Ein Erythema migrans (?Wanderröte?) ist durch folgende Charakteristika gekennzeichnet:
Regel: Alle Hautrötungen, die vor dem siebten Tag auftreten, sind nicht borreliosebedingt!
Diagnostik: Eine Wanderröte ist ebenso wie ein Lymphozytom eine Blickdiagnose! In fast allen Fällen lassen sich noch keine Antikörper nachweisen. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ist daher eine Blutuntersuchung zum Nachweis von Antikörpern völlig unnötig und würde eventuell die notwendige Therapie nur verzögern. In jedem Fall muss auch ohne Nachweis von Antikörpern eine konsequente und sofortige Therapie erfolgen. Therapie: Fast alle wissenschaftlichen Untersuchungen zur Therapie des Erythema migrans gingen von einer Therapiedauer von 10-14 Tagen aus. Trotzdem hat sich heute weitgehend eine 20-tägige Therapie durchgesetzt, da früher einzelne Therapieversager beobachtet worden waren. Seit Einführung einer 20-tägigen Therapie gibt es praktisch keine Therapieversager mehr. Standardtherapie: Erwachsene bekommen 2 bis 3x100 mg Doxycyclin täglich über 20 Tage, Alternativen sind Amoxicillin, Cefuroximaxetil und Azithromycin. Therapiekontrolle Drei Monate nach Beendigung der Therapie wird einmalig die Serologie kontrolliert. Zu diesem Zeitpunkt lassen sich oft noch IgM-Antikörper nachweisen. Dies ist nicht beunruhigend. Nur wenn nach drei Monaten auch eine IgG-Serokonversion nachgewiesen wird, beweist dies die noch bestehende aktive Infektion. Literatur: Dieter Hassler |
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